Samstag_31_1_2026

Dialog mit Perplexity: Ich frage die KI nach der Bedeutung eines philosophischen Satzes. Die KI ordnet das Zitat dem Philosophen Ludwig Wittgenstein zu. Auf meinen Hinweis, dass das Zitat von Michel Foucault stammt, sagt die KI: Nein, ganz sicher nicht. Und erklärt, dass das Zitat aufgrund der Sprache eindeutig Wittgenstein zuzuordnen ist. Die KI gibt sogar an, wo es bei Wittgenstein steht. Werk. Seite. Verlag. Ausgabe. Erscheinungsjahr. Ich sage der KI, dass das Zitat von Michel Foucault aus seinem Buch „Die Ordnung der Dinge“ stammt, auf Seite 92 in der Suhrkamp-Ausgabe von 1971 steht. Die KI bedankt sich für den Hinweis und stimmt zu. 

Donnerstag_5_2_2026

Großwetterlage: Winter. 

Samstag_14_2_2026

Ich finde Kisten voller Briefe im Keller. Aus verschiedenen Zeiten, von verschiedenen Personen. Familie, Freunde, Freundinnen. Ich denke, dass ein Leben nicht reicht, sich mit all den Dingen zu beschäftigen, die mich interessieren. Ein Leben – so kurz – für all das. Wenn ich gelesen habe in alten Briefen und zurückblicke auf all die handschriftlichen Zeugnisse aus meinem Leben, denke ich, wie wertvoll sie doch sind. Wann wird es je wieder so viele handschriftlichen Aufzeichnungen geben. Am Abend schlage ich ein Buch von Baudelaire auf. „Die Blumen des Bösen“. Und ich lese LXXVI „Spleen“: „Ich habe mehr Erinnerungen als zählt ich tausend Jahre.“ 

Sonntag_15_2_2026

Am frühen Morgen in der REM-Schlafphase erscheint mir FX. Er steht aufrecht. Groß. Strahlt. Und tanzt zu Techno-Musik. Ich kenne FX seit 2012. Im Rollstuhl sitzend. Ich kenne solche Träume. Weiß, was dieser bedeutet. Ich schreibe W., der FX betreut, eine WhatsApp, frage, ob es FX gut gehe. W. antwortet: Leider muss ich dir mitteilen, dass FX vor zwei Tagen verstorben ist. Es berührt mich, dass FX sich bei mir verabschiedt hat, dass er mir irgendwie mitgeteilt hat: Es geht mir gut. Ich bin jetzt frei.