Montag_16_2_2026

Auf der Fahrt ins Büro im Radio einen Beitrag über ein Theaterstück, „Prozess gegen Deutschland“, gehört. Aufgeführt im Hamburger Thalia-Theater. Regisseur Milo Rau. Ein fiktiver Prozess zum AfD-Verbot. Die Vorsitzende Richterin im Theaterstück, die ehemalige Justizministerin, Herta Däubler-Gmelin. Weitere Akteure: Personen aus der Bevölkerung, ein deutsch-iranischer Journalist. Die Verhandlung zog sich über drei Tage. Ist das noch ein Theaterstück, also Fiktion, oder ist das Realität? Es ist ein Theaterstück, das mit verteilten Rollen gespielt wird, antwortet der Befragte. Aber Fiktion und Realität seien sich nah, würden sich überschneiden.

Sind Mutmaßungen Fiktion? 

Sonntag_21_2_2026

Der Marktplatz in Cham menschenleer, verfallene alte Häuser, die einst von Reichtum zeugten. Auf einem Haus zwei Lautsprecher, aus denen Klaviermusik über den Platz strömt, ihn ausfüllt mit Musik. Vögel erheben sich von Dächern und kreisen über den Marktplatz. 

Sonntag_22_3_2026

Autorinnen und Autoren schreiben mir immer wieder von Selbstzweifeln an ihrer Arbeit. Ist es nicht so, dass wir uns als Autorinnen und Autoren manchmal zu wichtig nehmen. Wir lassen Zweifel an uns selbst groß werden, statt die Geschichten, die wir schreiben, wichtig zu nehmen und Schicht um Schicht zu ihrem Kern vorzudringen, ihrer Schönheit, ihrer Klarheit, ihrem geheimen tief verborgenen Wesen.